Paukenschlag im Breisgau! Nach schwacher Hinrunde feuerte der Bundesligist nicht nur Trainer Markus Sorg, sondern gab auch mehreren Spielern den Laufpass. Sie sind damit entweder bereits jetzt nicht mehr spielberechtigt für den SC oder werden den Verein schnellstmöglich verlassen. Unter den Aussortierten befand sich zur Überraschung der Beobachter auch der ehemalige Kapitän Heiko Butscher (31). Er findet seine neue sportliche Heimat jedoch bei Eintracht Frankfurt. Der ablösefreie Wechsel wurde bereits von beiden Vereinen bestätigt.
Entlastung für die Abwehr In der Mainmetropole verspricht man sich von Butscher zweierlei: Zum einen soll der Innenverteidiger der Defensive zur dringend benötigten Stabilität verleihen. Sie gilt als Basis für den sportlichen Erfolg, der im Aufstieg gesehen wird. Zudem beherrscht Butscher nicht nur das Abwehrspiel, sondern kann bei Standards auch im gegnerischen Strafraum eingesetzt werden und selbst Tore markieren. Zum anderen gilt der aus dem Allgäu stammende Spieler aber als ruhender Pol und Lenker seiner Nebenmänner. Diese Führungsqualitäten erhoben ihn in Freiburg zum Mannschaftskapitän. Auch ohne dieses Amt verspricht sich Eintracht-Coach Armin Veh daher Ähnliches in Frankfurt.
Qualitäten im Kopfballspiel Butscher, der sich bei seinen bisherigen Vereinen VfB Stuttgart II, VfL Bochum sowie dem SC Freiburg als ruhiger Führungsspieler etabliert hat, gilt als besonders stark im Kopfballspiel. Diese Qualität kann er defensiv wie offensiv einsetzen. Besonders zur Geltung kommt sie natürlich auf seiner angestammten Position, der Innenverteidigung. Doch auch auf dem linken Flügel kann Butscher die Abwehrarbeit verrichten und mitunter das Spiel selbst antreiben. Stark ist er beim Verwerten von Ecken und Flanken, wodurch er selbst in 169 Ligaspielen für Bochum und Freiburg zu 11 Treffern kam. Frankfurt erhält damit eine echte Verstärkung, die sich nicht erst durch den ablösefreien Wechsel bezahlt machen dürfte.