Für 14 Jahre tauchte der Name Thomas Schaaf so gut wie nie auf, wenn es darum ging, wer neuer Trainer bei einem Bundesligisten werden könne, der nach einem neuen Übungsleiter suchte. Schaaf war bei Werder Bremen zum Sinnbild von Vereinsinventar in bestem Sinne geworden. Inzwischen ist der Erfolgstrainer seit fast genau einem Jahr ohne Job und offenbar wieder heiß. Das Trainerkarussell für die neue Saison dreht sich in großem Tempo.
Leverkusen macht die Personalie Schaaf spannend
Der Reihe nach: Eigentlich schien es klar, dass der frühere Bremer und gebürtige Mannheimer bei Eintracht Frankfurt anheuern würde, um hier Armin Veh zu ersetzen, der seinen Hut am Ende der Spielzeit nehmen wird. Vor der Partie der Hessen gegen Mainz 05 besuchte Schaaf das Mannschaftshotel der Frankfurter. Dabei präsentierte er als Grund die bemerkenswert schlechte Lüge, er wollte wieder einmal ein Bundesliga-Spiel sehen. So die Karten von den Frankfurtern nicht exklusiv in ihrem Hotel abgegeben werden, hätte es wohl gereicht, einfach ins Stadion zu gehen.
Dann allerdings entließ Bayer Leverkusen Sami Hyypiä. Ersatzmann Sascha Lewandowski soll den Job nur bis zum Ende der Saison machen. Dann wünscht sich Manager Rudi Völler einen Trainer, mit der langfristig zusammenarbeiten kann. Laut übereinstimmender Medien steht sein ehemaliger Teamkollege Schaaf ganz oben auf der Wunschliste.Die „Welt“ berichtet, dass es erste Kontakte bereits gegeben hat. Interessant: Als einer der anderen Kandidaten, sollte der frühere Bremer absagen, gilt Armin Veh, den Schaaf eigentlich bei der Eintracht beerben sollte.
Was will Schaaf?
Sollten die jüngsten Medienmeldungen stimmen, bleibt die Frage, was Schaaf möchte? Das Abenteuer Eintracht oder der wohl ruhigere Job bei Bayer? Vieles spricht für Leverkusen: Schaaf verbindet ein enges Verhältnis zu Völler. Zudem sind hier die Chancen wohl größer, noch einmal Champions League zu spielen oder sogar Titel zu gewinnen. Mehr Ruhm gibt es aber am Main zu gewinnen. Es werden spannende Tage.