Nicht wenige Fans, Experten und Presse-Vertreter hatten Eintracht Frankfurt vor der Saison eine schwierige Spielzeit attestiert. Die Mannschaft schien nicht stark genug zu sein, zudem habe man mit Thomas Schaaf einen ausgebrannten Coach verpflichtet, der nicht mehr in der Lage sei, im modernen Fußball erfolgreich zu arbeiten. Nach der Hinrunde muss man Abbitte leisten: Die Hessen überwintern auf dem siebten Platz und konnten 23 Punkte sammeln. Selbst die direkte Champions League Qualifikation ist mit fünf Zählern Rückstand längst nicht außer Reichweite.
Schaaf ist „sehr zufrieden“
Thomas Schaaf ist deshalb mit der Hinrunde seines Teams auch „sehr zufrieden“, wie er sagte. Er sei vor allem froh, dass sich sein Team zum Abschluss der Serie noch einmal mit dem 1:1 gegen Bayer Leverkusen selbst belohnen konnte. Insbesondere die ersten 45 Minuten seien „das beste“ gewesen, das „uns in der Hinserie gelungen ist“. Sein Team habe bewiesen, so der Trainer weiter, dass „wir hungrig und neugierig sind“. Er könne deshalb als Coach bestenfalls „auf hohem Niveau meckern“, schließt Schaaf seinen Lobgesang auf seine Elf mit einem Augenzwinkern.
Team selbstkritisch
Wesentlich härter als der Trainer ging die Mannschaft mit sich selbst ins Gericht. Bastian Oczipka zeigte sich beispielsweise als sicher, dass Leverkusen gegen Frankfurt kein Tor gelungen wäre, wenn den Hessen „kein Fehler passiert“ wäre. Schaaf bewies väterliche Qualitäten, als er diese Worte hörte: Sein Team habe zwar in der gesamten Hinserie Fehler gemacht, „aber wir arbeiten daran, dass es weniger werden“, so der Trainer. Dieser Prozess startet am 4. Januar 2015: Dann starten die Frankfurter ihre Winter-Vorbereitung.