Eintracht: Veh eröffnet den Abstiegskampf

Schadenfreude zählt nicht zu den natürlichen Charaktereigenschaften von Thomas Schaaf. Aber möglicherweise konnte der langjährige Bremer doch ein gewisses Schmunzeln nicht unterdrücken, als sich sein Ex-Klub Eintracht Frankfurt unter der Woche gegen Aue im DFB Pokal bis auf die Knochen blamierte. Zur Erinnerung: Schaaf verließ die Hessen, nachdem er das Team bis auf Platz neun geführte hatte, weil es Probleme mit der Mannschaft gab und die Erwartungshaltung im Klub deutlich höher als ein Platz im Mittelfeld war. Vier Monate später wäre man damit wohl bereits wieder mehr als glücklich. Schaafs Nachfolger Armin Veh ruft den Abstiegskampf auf.

Veh: Kampf ist für Klassenerhalt notwendig
Veh ist sich nur zu bewusst, dass die Pokalblamage nicht aus dem Nichts kam. Auch in der Liga lief es – abgesehen vom positiven Ausreißer gegen Hannover 96 – zuletzt alles andere als gut. Der Trainer fordert deshalb ein, „dass wir die Realität sehen müssen“ – und jene besage nun einmal, „dass wir dieses Jahr kämpfen müssen, um drei Klubs hinter zu lassen.“ Aktuell Platz 12 sei deshalb „nicht so enttäuschend“. Die gegenwärtige „Weltuntergangsstimmung“ im Verein sei deshalb auch „maßlos übertrieben“.

Mannschaft soll Schuld bei sich selbst suchen
Nach dem Pokalaus fordert Veh, dass die Mannschaft die Schuld bei sich selbst suchen solle. Man habe es schließlich in der eigenen Hand gehabt, eine Runde weiterzukommen. Entsprechend sei man selbst dafür verantwortlich, „dass wir nun wieder einen Schlag gekriegt haben“. Vielleicht fehle ein Spieler, denkt der Trainer weiter nach, der mental in schwierigen Lagen die Wende zum Besseren ausmachen könne. Eigentlich sei seine Truppe „charakterlich total in Ordnung“, so Veh, allerdings habe man keinen Spieler, der auf dem Feld sage, „so, wir biegen das jetzt wieder hin“.