Eintracht Frankfurt steht nach dem 1:0-Erfolg im Halbfinalspiel gegen Schalke 04 bereits zum zweiten Mal im Endspiel. Während die Spieler mit ihren Fans die Rückkehr der Adler feierten, gab sich Trainer Niko Kovac zurückhaltend. Der 46-Jährige folgte seiner Mannschaft etwas später in die Fankurve. Begleitet wurde er dabei von seinem jüngeren Bruder und Co-Trainer Robert Kovac.
Kovac, der im Sommer zum FC Bayern wechselt, vollbrachte am Mittwochabend eine beachtenswerte Leistung in Gelsenkirchen. Und das, obwohl bereits Gerüchte über seine Entlassung kursierten. Seit Bekanntgabe des bevorstehenden Wechsels liegt Unsicherheit in der Luft.
Viele Eintracht-Fans nehmen Kovac den Wechsel nach München übel. Nicht wenige verunglimpfen ihn sogar als Verräter. Es gibt mitunter heftige Anfeindungen. Aus diesem Grund hielt der Kroate in der Kurve einen gewissen Abstand zu den anwesenden Eintracht-Fans.
Kovac sagte nach dem Spiel, dass man gesehen habe, dass seine Spieler und er eine Eintracht sind und dass alle zueinanderstehen. Dabei sprach er auch die Reaktionen der verärgerten Anhänger an. Was der eine oder andere habe „reinsingen“ wollen, hat nicht funktioniert, so Kovac, dem die Genugtuung deutlich anzusehen war. Weiterlesen