Genugtuung bei Niko Kovac nach 1:0-Erfolg

Eintracht Frankfurt steht nach dem 1:0-Erfolg im Halbfinalspiel gegen Schalke 04 bereits zum zweiten Mal im Endspiel. Während die Spieler mit ihren Fans die Rückkehr der Adler feierten, gab sich Trainer Niko Kovac zurückhaltend. Der 46-Jährige folgte seiner Mannschaft etwas später in die Fankurve. Begleitet wurde er dabei von seinem jüngeren Bruder und Co-Trainer Robert Kovac.

Kovac, der im Sommer zum FC Bayern wechselt, vollbrachte am Mittwochabend eine beachtenswerte Leistung in Gelsenkirchen. Und das, obwohl bereits Gerüchte über seine Entlassung kursierten. Seit Bekanntgabe des bevorstehenden Wechsels liegt Unsicherheit in der Luft.

Viele Eintracht-Fans nehmen Kovac den Wechsel nach München übel. Nicht wenige verunglimpfen ihn sogar als Verräter. Es gibt mitunter heftige Anfeindungen. Aus diesem Grund hielt der Kroate in der Kurve einen gewissen Abstand zu den anwesenden Eintracht-Fans.

Kovac sagte nach dem Spiel, dass man gesehen habe, dass seine Spieler und er eine Eintracht sind und dass alle zueinanderstehen. Dabei sprach er auch die Reaktionen der verärgerten Anhänger an. Was der eine oder andere habe „reinsingen“ wollen, hat nicht funktioniert, so Kovac, dem die Genugtuung deutlich anzusehen war. Weiterlesen

Die Lehren des 21. Spieltags: Die Bundesliga wird spannend

Der 21. Spieltag hat dafür gesorgt, dass die Bundesliga extrem spannend wird. Sowohl im Abstiegskampf sowie im Ringen um die internationalen Plätze sind die Vereine zusammengerückt. Freilich mit einer Ausnahme: Der FC Bayern München thront weiterhin einsam über der Liga. Durch das 2:0 über Mainz 05 und die Ergebnisse von den anderen Plätzen können die Süddeutschen den Titelgewinn eventuell schon im März perfekt machen.

Schalke und Frankfurt verlieren
Erster „Verfolger“ der Bayern, wenn man es überhaupt so nennen kann, ist Bayer 04 Leverkusen. Die Werkself kam gegen den SC Freiburg allerdings nicht über ein 0:0 hinaus. Bayer ist allerdings ein schönes Beispiel dafür, wie absurd der Vorsprung der Bayern ist. Die Münchner stehen 18 Zähler vor Leverkusen. Bayer hat nur 15 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Der Abstieg ist für den Zweitplatzierten derzeit näher als die Tabellenführung.

Schalke 04, selbst mit Hoffnungen auf Platz 2 ausgestattet, kassierte eine schmerzhafte 1:2-Niederlage gegen Werder Bremen. Die Knappen führten lange und kassierten erst in der dritten Minute der Nachspielzeit den entscheidenden Gegentreffer. Werder steht erstmals seit Monaten wieder auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Weiterlesen

FC Bayern-Interesse: Muss Eintracht um Kovac bangen?

Niko Kovac hat in seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt die drei Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis gestellt, die Top-Trainer auszeichnen. Er hat erstens eine gute Mannschaftsansprache. So konnte er den Abstieg verhindern, als er seinen Job antrat. Zweitens ist er taktisch flexibel: Das Team kann im Spiel die Balance zwischen Offensive und Defensive je nach Erfordernis verändern. Und drittens bewies Kovac Lernfähigkeit. Aus dem dramatischen Einbruch in der letzten Rückrunde zog der Kroate offenbar die richtigen Schlüsse. Seine Elf wirkt stärker denn je. Solche Qualitäten wecken Begehrlichkeiten – offenbar sogar beim FC Bayern München, wenn man verschiedenen Medienmeldungen Glauben darf.

Kovac passt in Bayerns Anforderungsprofil
Kovac passt auf dem Papier hervorragend in das Anforderungsprofil des FC Bayern. Deutsch ist seine zweite Muttersprache, er kennt den Verein aus seiner Zeit als Spieler, wird von den Verantwortlichen geschätzt, hat internationale Erfahrungen als kroatischer Nationaltrainer und inzwischen reichlich Kenntnisse als Coach in der Bundesliga. Kovac hat bewiesen, dass er Spieler aus unterschiedlichen Ländern in einem Team integrieren kann. Außerdem ist er in der Lage jeden einzelnen Akteur besser zu machen. Kevin-Prince Boateng hat zum Beispiel unter ihm wiederentdeckt, was für ein hervorragender Fußballer er eigentlich ist. Weiterlesen

Frankfurt: Verletzungsprobleme vor dem Hannover-Spiel

Eintracht Frankfurt reist mit einigen Verletzungssorgen zum Auswärtsspiel am Wochenende. Beim Spiel gegen Hannover 96 muss Trainer Niko Kovač im schlimmsten Fallen mehr als zehn Ausfälle kompensieren. Neben Simon Falette, der wegen einer Sperre definitiv fehlen wird, stehen auch Marco Fabián, Alexander Meier, Omar Mascarell, Danny da Costa und Gelson Fernandes nicht im Kader. Sie alle fallen aufgrund von Verletzungen aus.

Damit jedoch nicht genug, es besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass bis zu fünf weitere Spieler ebenfalls nicht zur Verfügung stehen. So ist Marc Stendera beispielsweise immer noch von einer Erkrankung geschwächt, während Slobodan Medojević aufgrund von Wadenproblemen definitiv nicht spielen wird. Jonathan de Guzman konnte dagegen kaum trainieren, da er sich vor einigen Tagen einer Zahn-Op unterziehen musste.

Etwas besser sieht die Sache bei Makoto Hasebe und Sébastien Haller aus. Hasebe ist nach Knieproblemen wieder im Lauftraining, Haller hat eine Erkältung überwunden. In beiden Fällen wollte sich Niko Kovač am Freitag bei der Pressekonferenz aber noch nicht festlegen, ob es eventuell für einen Einsatz reicht. Im schlimmsten Falle müsste der Frankfurter Trainer gleich elf Spieler ersetzen. Weiterlesen