Eintracht : Frankfurter Arena soll wachsen

Werden Tore von Eintracht Frankfurt künftig von deutlich mehr Fans als bislang bejubelt? Darauf deutet vieles hin, schließlich gibt es ernsthafte Pläne, die Commerzbank Arena auszubauen. Dabei solle, um es mit den Worten von Frankfurts Sport-Dezernenten Markus Frank zu sagen, „richtig groß“ gedacht werden. Vor allem die Zahl der Stehplätze soll deutlich ausgebaut werden.

„Wand“ wie in Dortmund soll entstehen
Die Eintracht würde die Kapazität der Arena gerne von derzeit 51.000 Zuschauer auf 65.500 Zuschauer erhöhen. Die Zahl der Stehplätze soll von 9000 auf 18.000 Zuschauer steigen. Die Macher haben eine Zuschauer-Wand vor Augen, wie es sie sonst nur im Stadion von Borussia Dortmund gibt. Die Hoffnung ist, dass somit eine gute Grundlage für die Zukunft des Klubs, der Liga insgesamt und auch für die EM 2024, um die sich Deutschland bemüht, gelegt ist, verrät Vorstandsmitglied Axel Hellmann im Gespräch mit der „Bild“.

Stadt will sogar noch mehr
Eigentlich müsste man sich als Eintracht-Fan sorgen, dass die Stadt die Pläne ausbremsen könnte. Frankfurts Klubchef Heribert Bruchhagen mahnt bereits, dass eben jene „den Hut auf hat“, wenn es um die Ausbaupläne gehe. Doch in Frankfurt muss wohl eher der Verein die Stadt ausbremsen. Dezernent Frank findet, wie oben bereits angedeutet, die Ausbauidee „sehr charmant“. Die erfolgreiche Geschichte der Commerzbank Arena zeige, wie richtig die Entscheidung vor der WM 2006 gewesen sei, beim Stadionumbau in großen Dimensionen zu denken. Dies werde man gerne jetzt erneut tun. Die angedachte neue Kapazität von 65.500 Zuschauern ist für die Stadt sogar noch zu klein. Dort denkt man über Platz für 70.000 Fans nach. Wenn Frankfurt die Rechnung zahlt, wird man sich auf Vereinsseite vermutlich auch gegen diese Zahl nicht wehren.