Johannes Flum war nicht eben der Lieblingsspieler von Thomas Schaaf bei Eintracht Frankfurt. Der vor einigen Wochen zurückgetretene Coach setzte den 27-Jährigen in gerade einmal sieben Saisonspielen ein. Die elf Minuten, die der Mittelfeldspieler am letzten Spieltag ran durfte, waren für seine Verhältnisse lang. Unter dem langjährigen Bremer stand der Spieler insgesamt nur 163 Minuten auf dem Feld. Flum wusste, dass er unter Schaaf nur Reservist war und wohl auch bleiben würde. Er erklärte deshalb vor etwas mehr als einem Monat, dass er eine solche Saison „nicht noch einmal erleben“ wolle. Er habe deshalb mit seinem Berater gesprochen. Die letzten Worte sind in der Fußballer-Sprache der Code für: Ich möchte den Verein wechseln. Dazu passt, dass es bereits Gespräche mit anderen Klubs gab. Doch davon ist inzwischen allerdings nichts mehr übrig.
Vehs Comeback überzeugt Flum
Schaaf ist bekanntlich nicht mehr Trainer, weil er kein Vertrauen in seine Arbeit verspürte. Die Frankfurter brauchten anschließend einige Zeit, um den neuen Mann zu finden – welcher de facto der alte ist. Schaafs Vorgänger Armin Veh wird auch dessen Nachfolger. Und niemanden (außer vielleicht Veh selbst) macht dies offenkundig glücklicher als Flum. Der 27-Jährige stornierte sofort seinen Vereinswechsel, nachdem er erfuhr, dass sein alter Mentor auf die Trainerbank zurückkehren wird.
Er schätze Veh „als Mensch und als Trainer“, so Flum. Er wisse natürlich, dass jeder Spieler „wieder bei Null“ anfange. Allerdings glaube er, dass er „nun wieder eine realistische Chance“ bei den Hessen habe. Er freue sich jetzt einfach auf die neue Saison.
Wer waren die Interessenten?
Eine Frage stellt man sich allerdings noch: Flum selbst bestätigte iauch, dass es bereits Gespräche mit anderen Klubs gegeben habe. Man stellt sich die Frage, welche Vereine die Dienste des 27-Jährigen haben wollten. Und ob man davon nicht doch noch einmal hören wird, sollte es auch unter Veh nicht wie gewünscht laufen.