Eintracht Frankfurt künftig ohne Hildebrand

Eintracht Frankfurt verzichtet künftig auf die Dienste von Timo Hildebrand. Die Hessen hatten den Oldie in der Hinrunde nach der schweren Verletzung von Kevin Trapp verpflichtet. Sollte auch die Nummer zwei Felix Wiedwald ausfallen, habe man gleich einen guten Ersatz parat, so die Rechnung. Und diese ging bekanntlich auf: Wiedwald erkrankte am Pfeifferschen Drüsenfieber und Hildebrand musste in den Kasten., wo er seine Sache gut machte. Nun sind aber sowohl Trapp wie auch der 24-Jährige genesen. Hildebrand wird nicht länger gebraucht.

Was macht Hildebrand?
Der 35-Jährige habe sogar selbst um seine Freistellung gebeten, erklärte Manager Bruno Hübner im Gespräch mit dem „kicker“. Es soll Angebote aus Nordamerika geben, die Hildebrand reizen. Doch womöglich kommt es auch zu einem Transferbingo der besonderen Art, durch das der Oldie die Rückrunde bei Werder Bremen spielen könnte.

Hildebrand als Platzhalter für Wiedwald?
Die Hanseaten wollten bekanntlich ihren Ex-Spieler Wiedwald noch im Winter an die Weser holen. Dem schob Frankfurt jedoch einen endgültigen Riegel vor. Und dies, obwohl der Vertrag des Spielers im Sommer ausläuft. Die Verantwortlichen der Hanseaten könnten deshalb auf die Idee verfallen, Hildebrand als Platzhalter für den 24-Jährigen einzustellen, der dann im Sommer ablösefrei an die Weser kommen könnte. Manager Thomas Eichin erklärte bereits, dass man sich mit Hildebrands Berater im Trainingslager unterhalten werde. Allerdings sei der Agent sowieso vor Ort, da sei „es normal, dass man mal spreche“, so der Werder-Boss.

Laut „Bild“ verfügt der Vertrag von Wiedwald allerdings eine Klausel: Sollte jener in 20 Pflichtspielen zum Einsatz kommen, verlängert sich sein Vertrag um ein weiteres Jahr. Der 24-Jährige stand in dieser Saison in elf Partien auf dem Platz. Er müsste also mehr als die Hälfte der Rückrunde spielen, da Frankfurt aus dem Pokal ausgeschieden ist. Gänzlich unwahrscheinlich erscheint dies nicht.

Bei Werder hätte man sich dann allerdings schwer verzockt. Die Hanseaten setzten im Prinzip alles auf die Karte Wiedwald und zählten zugleich auf, woran es den eigenen Torleuten mangele, was deren Selbstvertrauen nicht gerade gestärkt haben dürfe. Möglicherweise muss deshalb sogar ein Mann wie Hildebrand schon im Winter kommen, denn Bremen kann kaum mit den Torleuten, die man öffentlich kritisierte, in die Rückrunde gehen.