Eintracht Frankfurt muss nicht über die 90 Minuten glänzen: Drei helle Momente reichen und am Ende stand ein 3:0-Sieg über Hannover 96 zu Buche. Für die Eintracht war der Erfolg ein ganz wichtiges Zeichen. Nach dem überragenden 4:1-Erfolg in der Europa League über Shachtar Donezk sollte in der Liga endlich wieder ein Sieg her – vorher setzte es vier Remis in Folge. Ein Dreier musste her. Vor allem in Durchgang eins konnten die Gastgeber aus Hannover noch gut mithalten, obwohl sie auf Walace verzichten mussten (5. Gelbe Karte). Nur einmal kamen die Adler in den ersten 45 Minuten zu einem guten Abschluss. Luka Jovic vergab die große Möglichkeit zur Führung jedoch leichtfertig. Nach dem Pausentee entwickelte sich jedoch eine glasklare Angelegenheit. Immer wenn die SGE anzog, fand Hannover keine Antwort mehr. So musste folgerichtig das 1:0 fallen. Am Sonntag glänzte Jovic dann doch noch, aber erst einmal als Vorlagengeber. Vor dem Sechzehner nahm Jovic kurz das Tempo raus, um den durchstartenden Ante Rebic einen perfekten Pass zu servieren. Der Vize-Weltmeister ließ sich nicht lange bitte und verlud Esser – die Führung war perfekt.
Dass Jovic aber auch ein echter Knipser ist, zeigte er in der 63. Minute. Ganz frei stieg der Balkan-Bomber in die Luft und erzielte die Vorentscheidung. Mit mittlerweile 15 Treffern führt Jovic noch immer die Torjägerliste an. Hinzukommen weitere sieben Vorlagen. In der Scorerliste muss sich Jovic hingegen Bayerns Robert Lewandowski geschlagen geben, der die Liste mit 23 Torbeteiligungen anführt. Zum Abschluss durfte auch noch der andere vom Balkan ran: Philipp Kostic vollendete einen Konter formschön zum 3:0-Endstand. Durch den Sieg sammelte die Eintracht die Punkte 35 bis 37, die ganz wichtig in der Endabrechnung für die europäischen Plätze sein kann. Für die Champions League wird es wahrscheinlich nicht mehr reichen. Aber zur Not gibt es ja auch noch die Europa League als Qualifikation für die Königsklasse. Der Sieger hat nämlich seinen Startplatz in der Champions League sicher. Aber bevor die Adler zu viel träumen, müssen sie im Achtelfinale erst einmal Inter Mailand aus dem Weg räumen, aber die „Büffelherde“ in vorderster Front wird sich seinen Weg schon bahnen.