Eintracht Frankfurt konnte sich erst durch die Relegation retten und den Klassenerhalt in der Bundesliga perfekt machen. Ohne den Trainerwechsel von Armin Veh zu Niko Kovac wären die Hessen wohl sang- und klanglos abgestiegen. Der Kroate konnte das Maximum aus dem Spielermaterial herausholen. Um zu verhindern, dass in der kommenden Saison wieder eine derartige Hängepartie entsteht, welche die Fans der Hessen die letzten Nerven kostet, soll auf dem Transfermarkt einiges passieren. Dies kündigte Fredi Bobic an, der Heribert Bruchhagen als Sportvorstand nachfolgt.
Bobic: Gesicht der Mannschaft wird sich ändern
So erklärte Bobic im Rahmen seiner offiziellen Vorstellung, dass sich das Team in der kommenden Spielzeit „mit einem neuen Gesicht präsentieren“ werde. Im Kader gebe es zahlreiche Baustellen, die man schnell angehen werde. Tatsächlich scheint es in jedem Mannschaftsteil zu brennen. So erklärte beispielsweise Keeper Heinz Lindner, den man in Frankfurt eigentlich auf keinen Fall ziehen lassen möchte, im Camp der österreichischen Nationalmannschaft, dass er sich seine Zeit bei der Eintracht anders vorgestellt habe und wechseln möchte.
Ansonsten haben Bobic und Kovac vor allem einen Mangel an Geschwindigkeit in der derzeitigen Mannschaft ausgemacht. Es fehle einfach an Speed, um das angestrebte blitzartige Umschaltspiel umsetzen zu können, so der neue Frankfurt-Boss. Gerade im Mittelfeld herrsche ein entsprechender Mangel.
Fans kündigen Gegenwind für Bobic an
Bevor die Arbeit für den neuen Chef aber richtig beginnen kann, muss Bobic möglicherweise noch an einer anderen Front zuvor für Ruhe sorgen. Die Frankfurter Ultras sind überhaupt nicht begeistert von der Berufung des früheren Stuttgarters. Bobic hatte in einem Interview mit „Sport1“ wohlwollend über RB Leipzig gesprochen und den Aufsteiger als „Bereicherung für die Bundesliga“ bezeichnet. Ultras empfinden solche Äußerungen in der Regel als schmerzhafter als einen Schlag ins Gesicht. Schließlich ist Leipzig mit vielen Millionen des Getränkeherstellers Red Bull gedopt.