Vor dem 3:1 von Eintracht Frankfurt über die TSG Hoffenheim mussten die Hessen eine tiefe Krise durchstehen. Niederlage reihte sich an Niederlage. Naturgemäß wuchs die Kritik an Trainer Thomas Schaaf und schlug seltsame Blüten. Im Netz konnte man lesen, der frühere Bremer werde nach der Saison abgelöst, da er keinen Draht mehr zu den Spielern habe. Alles Blödsinn, widerspricht der Angegriffene im „Sport 1 Doppelpass“. Er habe ein hervorragendes Verhältnis zu Frankfurt-Boss Heribert Bruchhagen. Überhaupt sei „es immer interessant“, wenn man aus der Anonymität heraus attackiert werde. Da könne man sich nicht wehren, es sei deshalb müßig, sich damit auseinanderzusetzen.
Schaaf mit der Saison zufrieden
In gewisser Hinsicht tut Schaaf es dann aber doch und setzt sich mit seiner eigenen Leseart der Saison zur Wehr: Man sei nie wirklich in Abstiegsgefahr gewesen und dies trotz des Umbruchs, den die Mannschaft vor der Saison durchlaufen habe. Zudem habe die Eintracht schon zwei Spieltage vor Ende der Spielzeit mehr Punkte auf dem Konto als nach Ablauf der gesamten letzten Saison.
Frust über das Verpassen von Platz sieben
Schaaf beendet seine Verteidigung damit, dass er noch einen Vertrag bis Ende 2016 habe, „etwas anderes weiß ich nicht“. Allerdings macht er es sich an dieser Stelle auch etwas einfach, denn der Coach weiß eigentlich ganz genau, dass ein Teil der Kritik an seiner Person von den hohen Erwartungen vor und während der Saison herrührt, die auch von Bruchhagen stammten: Jener hatte einst verkündet, dass Platz sieben und damit möglicherweise die Qualifikation für die Europa League kein unrealistisches Ziel sei, sondern eines, dass man erreichen könne. Schaaf hat damals bestenfalls sehr kleinlaut widersprochen. Das war möglicherweise einer der größten Fehler, den er in dieser Saison gemacht hat.