Es sind nur noch wenige Tage, dann beginnt für den Fußball-Lehrer Thomas Schaaf auch ganz offiziell ein neuer Lebensabschnitt. Nach 14 Jahren als Cheftrainer bei Werder Bremen, übernimmt er Eintracht Frankfurt. Allerdings erlebt der Kader der Hessen einen großen Umbruch. Zahlreiche Akteure haben den Verein verlassen, bislang konnte jedoch kaum Ersatz verpflichtet werden. Schaaf hat deshalb einen nur zu verständlichen Transferwunsch.
Ein „Guter“ soll kommen
Im Interview mit dem „kicker“ bewies der gebürtige Mannheimer seinen trockenen Humor. Gefragt, welchen Spieler sich der neue Trainer für seinen Kader denn wünschen würde, antwortete Schaaf, ein „Guter“ solle zur Eintracht kommen. Tatsächlich hat die Frage aber einen berechtigten Hintergrund, wie auch der 53-Jährige weiß. Natürlich sei Qualität verloren gegangen, so der Coach, „und wir drücken die eine oder andere Träne weg“. Trotzdem solle man keine Schnellschüsse auf dem Transfermarkt machen, nur um aktiv zu werden. Es bringe nichts, Spieler zu verpflichten, „nur um einen Transfer zu machen“, ist Schaaf überzeugt.
Caliguiri und ein Stürmer sollen kommen
Ein erster möglicher Transfer dürfte schon einmal hoch interessant werden. Schaaf bestätigte, dass die Eintracht Daniel Caligiuiri verpflichten möchte. Der Mittelfeldspieler steht momentan noch beim VfL Wolfsburg unter Vertrag. Dort ist bekanntlich Klaus Allofs der Manager, der über 13,5 der 14 Jahre von Schaaf in Bremen an dessen Seite gewirkt hat. Lange galten die beiden Männer als Freunde. Zuletzt galt ihr Verhältnis an der Weser jedoch als gestört. Nun muss sich zeigen, ob dies bei den Transferverhandlungen eine Rolle spielt.
Neben Caligiuri wollen die Hessen zudem noch einen Stürmer verpflichten. Auch hier hat Schaaf einen nur zu verständlichen Wunsch: Der Angreifer solle über „Qualitäten“ verfügen. Interessant ist dabei vor allem der Nachsatz des 53-Jährigen: Man müsse überall nach dem Stürmer schauen, „nicht nur im Ausland“. Offenbar hat der Trainer einen Angreifer in Deutschland gefunden, den er interessant findet.