Eintracht Frankfurt droht ein Auswärtsspiel ohne eigene Anhänger. Wie die „Frankfurter Rundschau“ in ihrer Online-Ausgabe berichtet, wird der Kontrollausschuss des DFB beim verbandseigenen Sportgericht einen entsprechenden Antrag einbringen, der es den Hessen verbietet, Karten für das Gastspiel bei Union Berlin am 26. März an die eigenen Anhänger zu verkaufen. Zudem müssen die Frankfurter den Hauptstädtern vermutlich die deshalb ausbleibenden Einnahmen ersetzen.
Chaoten in Düsseldorf tragen die Schuld Die Schuld daran, dass die Spieler in den Frankfurter Trikots in Berlin ohne eigene Anhänger auskommen müssen, tragen die „Fans“, welche die Eintracht vor einigen Wochen zum Spitzenspiel gegen Fortuna Düsseldorf ins Rheinland begleitet hatten. Dort brannten die Chaoten nicht nur Pyrotechnik ab, sondern schossen auch mit Leuchtspurgeschossen auf das Spielfeld. Das Gefährdungspotenzial der Aktion ist laut der nachfolgenden DFB-Analyse „erheblich“ gewesen und zwar für andere Fans, die Spieler und Betreuer beider Teams sowie für die Täter selbst.
Die Eintracht ist nicht ohne Vorgeschichte… Die Strafe dürfte auch deshalb so hart ausfallen, weil die Eintracht als vorbestrafter Wiederholungstäter gilt. Bereits am 2. Spieltag der laufenden Saison mussten die Hessen ein Geisterspiel gegen den FC St. Pauli ausrichten, weil die eigenen Anhänger am Ende der Vorsaison in der Partie gegen den 1. FC Nürnberg durch Pyro-Brennkörper mehrere Menschen verletzt hatten. Geldstrafen wegen der Verstöße der eigenen Fans werden praktisch nach jeder Auswärtsfahrt der Hessen verhangen. Frankfurt-Präsident Heribert Bruchhagen geht aus diesem Grund schon seit einiger Zeit davon aus, dass „wir um drastischer Strafen bald wohl nicht mehr herumkommen“. Nun scheint es soweit zu sein. Das endgültige Urteil wird allerdings erst für das Ende der laufenden Woche erwartet.