Nachdem Heiko Butscher 2007 mit dem VfL Bochum aus dem Fußball-Oberhaus abgestiegen war, schloss er sich dem von Robin Dutt trainiertem Zweitligisten SC Freiburg an. Mit dieser Mannschaft gelang dem 31jährigen dann 2009 der Aufstieg in die Bundesliga. Robin Dutt entwickelte den Abwehrspieler zum Führungsspieler und Mannschaftskapitän. Dutts Nachfolger Marcus Sorg hatte keine so hohe Meinung von Heiko Butscher und plante, ohne ihn in die Rückrunde der laufenden Saison zu gehen. Das Ende vom Lied ist, dass Heiko Butscher sich nun nach 125 Spielen und neun Toren für den SC Freiburg der Frankfurter Eintracht angeschlossen hat und Marcus Sorg wegen Erfolglosigkeit nicht mehr Trainer der Breisgauer ist.
Taktische Vielfältigkeit mach Heiko Butscher so wertvoll Heiko Butscher ist ein prädestinierter Innenverteidiger. Mit seiner Zweikampfstärke kauft er dem Gegenspieler den Schneid ab. Zudem ist er unheimlich stark im Kopfballspiel. Als Alternative ist der Allgäuer aber auch auf den Außenbahnen in der Viererkette einzusetzen. Sowohl sportlich, als auch taktisch sollte Heiko Butscher eine echte Bereicherung für die Mannschaft von Armin Veh sein. Bereits im Trainingslager in Katar war Butscher mit von der Partie und lernte seine neuen Mannschaftskollegen kennen.
Veh sieht den Verteidiger als Stammspieler Der Vertrag bei der Eintracht aus Frankfurt hat eine Laufzeit bis zum 30.06.2013. Dass Heiko Butscher eine sofortige Verstärkung sein wird, daran zweifelt Armin Veh nicht. Er hatte einen Spieler gefordert, der sofort Stammspieler sein kann und sich dann für Heiko Butscher ausgesprochen. Dieser will in der Mainmetropole auch direkt an seine erfolgreiche Freiburger Zeit anknüpfen und Verantwortung übernehmen. Den Neuanfang will Butscher nutzen, um sich noch einmal auf der großen Fußballbühne zu zeigen. Als aussortierter Abwehrchef wollte er nicht abtreten. Nun hat er mit den Hessen die Chance, noch einmal in der Beletage des deutschen Fußballs zu spielen, wenn es denn mit dem Aufstieg klappen sollte.