Der Transfer von Bas Dost zu Eintracht Frankfurt schien eigentlich ausgemachte Sache zu sein. Sowohl die Adler wie auch der abgebende Verein Sporting Lissabon meldeten bereits vor einigen Tagen, dass die Parteien eine prinzipielle Einigkeit über den Wechsel erzielt hätten. Lediglich der Medizincheck stehe noch aus. Dann allerdings passierte für geraume Zeit nichts mehr. Deshalb konnte man bereits ahnen, dass etwas im Busch war. Inzwischen hat sich der Wechsel zum Drama entwickelt: Sporting und der Spieler schieben sich gegenseitig die Schuld zu.
Lissabon beschuldigt Dost – Berater widersprechen
Sporting hat in einem bemerkenswerten Schritt die Öffentlichkeit gesucht. Der Verein publizierte auf der eigenen Homepage eine offizielle Stellungnahme, in der er den 30-Jährigen schwer beschuldigte. Man sei sich mit der Eintracht über den Wechsel einig, so Sporting. Allerdings habe es von Seiten des Spielers „in letzter Minute“ neue finanzielle Forderungen gegeben, die den Wechsel blockierten. Ob Dost von Sporting oder der Eintracht mehr Geld möchte, wird aus diesen Zeilen nicht klar.
Die Berater des Spielers widersprechen der Beschuldigung allerdings ohnehin vehement. „Sportbuzzer“ zitiert die Agentur „Think Forward“ mit den Worten, dass die Behauptungen des Vereins „schlichtweg falsch“ seien. Weder der Spieler oder die Berater hätten neue Forderungen gestellt.
Und die Eintracht?
Bei Eintracht Frankfurt ist man laut „Bild“ weiterhin optimistisch, dass der Wechsel noch über die Bühne geht. Die Verantwortlichen der Adler gehen demnach davon aus, dass die Portugiesen und der Spieler ihre Differenzen zeitnah ausräumen können. Der Angreifer, der neun Millionen Euro Ablöse kosten soll, hätte nach den ursprünglichen Planungen sein Debüt bereits im Hinspiel gegen Racing Straßburg gegeben. Ein solcher Einsatz dürfte durch das unerwartete Drama unmöglich geworden sein.