Theofanis Gekas verlässt die Eintracht

Er galt lange Zeit als einer der stärksten Stürmer der Bundesliga. Doch am 10. Januar 2012 wechselte Theofanis Gekas (31) von seinem Verein Eintracht Frankfurt in die Türkei, wo er bei Samsunspor unterschrieb. D er Vertrag gilt bis Saisonende, kann jedoch durch eine Option um weitere 12 Monate verlängert werden. Die Ablösesumme für diesen Transfer wird mit 300.000 Euro angegeben. Der griechische Nationalspieler ist damit ab sofort spielberechtigt und hat seinen Spind im Quartier der Eintracht umgehend geräumt.

Auf leisen Sohlen zum Erfolg Auch wenn es zuletzt zwischen dem aktuellen Zweitligisten Frankfurt und seinem Stürmerstar Gekas nicht immer gepasst zu haben schien, so zweifelt kaum ein neutraler Betrachter an dem Talent des ehemaligen Torschützenkönigs der Bundesliga. Sein Spiel beruht darauf, als Sturmspitze in abseitsverdächtiger Position auf Bälle zu lauern und diese zu verwerten. Für die deutschen Vereine VfL Bochum, Bayer Leverkusen, Hertha BSC Berlin und Eintracht Frankfurt erzielte er auf diese Weise in 141 Ligaspielen 59 Tore. Insbesondere seine 13 Saisontreffer der Spielzeit 2006/07 im Dress der Bochumer bescherten ihm die heiß umkämpfte Kanone des besten Torjägers.

Kein einfacher Charakter Doch Gekas fiel immer auch durch seine Schattenseiten auf. So weigerte er sich vehement, die deutsche Sprache zu erlernen. Als Argument führte er an, er würde für das Toreschießen bezahlt, nicht jedoch für das Reden. Zudem sind bei vielen seiner Transfers erhebliche Summen an Handgeld geflossen, die der aufnehmende Verein zu der fälligen Ablöse zu tragen hatte. Dennoch wird Theofanis Gekas der Bundesliga als herausragender Stürmer fehlen. Eintracht Frankfurt steht damit außerdem vor dem Problem, die freie Position im Angriff adäquat zu ersetzen, dabei aber nur geringe finanzielle Mittel einsetzen zu können, um das Ziel des Wiederaufstiegs in die Bundesliga zu bewältigen.