Angesichts der Winterpause und der Vorbereitung auf die wichtige Rückrunde sollte alle Konzentration den sportlichen Zielen gewidmet werden. Der Kader wird verstärkt, neue Systeme einstudiert und sehr viel für das gute Klima unter den Spielern getan. Doch Zweitligist Eintracht Frankfurt eröffnet in genau dieser Phase eine weitere Baustelle – und das ist sogar wörtlich zu nehmen. Denn der Verein aus der Mainmetropole befasst sich mit dem Projekt, seine Spiele ab dem Jahre 2018 in einem eigenen Stadion auszutragen.
Einsparungen bei der Miete nicht möglich An die Öffentlichkeit ging Vereinspräsident Peter Fischer mit diesem Anliegen, nachdem städtische Politiker seinem Klub eine Mietsenkung für die Arena verweigert hatten. Bereits in der 2. Liga zahlt die Eintracht daher weiterhin die deutlich über dem Ligadurchschnitt liegende Miete von 5 Millionen Euro pro Saison. Auch der Aufstieg dürfte die sehnsüchtig erwarteten finanziellen Zuwächse sofort verschlingen: Hier kassiert die Stadt Frankfurt von ihrem sportlichen Flaggschiff bereits 10 Millionen Euro pro Spielzeit. Zu viel für den ohnehin klammen Verein. Er befasst sich daher mit der Überlegung des eigenen Stadions.
Unterschiedliche Sichtweisen Nachvollziehbar argumentieren die örtlichen Politiker, dass ein finanzielles Entgegenkommen für die Eintracht einen üblen Nachgeschmack bei den sonstigen regionalen Vereinen hinterlassen würde: Sie können ebenfalls nicht auf Senkung der Mietkosten hoffen. Ob die Eintracht nun den Plan des eigenen Stadions in die Realität umsetzt, darf jedoch bezweifelt werden. Zwar könnte sich die Arena nach vollständiger Tilgung der Investition durchaus selbst tragen und Gewinne erwirtschaften. Bis dahin vergeht jedoch viel Zeit – ein Ritt auf der Rasierklinge für die Eintracht in finanzieller Hinsicht. Denn neben den Mietkosten müsste nun die Finanzierung des Stadions angegangen werden. Es bleibt daher abzuwarten, ob sich die beiden Seiten nicht doch noch einigen.